Cinetarium
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Christiania
Kommune in Kasernen

Ein Dokumentarbericht

Das größte anarchistische Projekt in Europa, der „Freistaat Christiania“, wurde in den 70´ger Jahren zum vielbeachteten Experiment für alternative Formen des Zusammenlebens. Auf dem besetzten Gelände einer Militärkaserne mitten im dänischen Kopenhagen leben seit 1971 etwa 1000 Menschen sehr unterschiedlicher Herkunft und mit sehr verschiedenen Muttersprachen in freier Assoziation zusammen. Nur wenige „Regeln“ werden als verbindlich für alle akzeptiert, wie z.B. „Keine Gewalt!“ und „Keine harten Drogen!“ Die Einkünfte der Christianitter stammen von eigenen Handwerksbetrieben, vom Handel oder von der Sozialhilfe. Die Formen des Zusammenlebens variierten zwischen Singlewohnungen, Wohngemeinschaften, Wohn- und Arbeitskollektiven und üblichen vollständigen oder unvollständigen Familien. Jahr für Jahr wurde das Projekt von dänischen Politikern bedroht und daraufhin jeweils das Ende von Christiania vorausgesagt. Der Freistaat hat sich dennoch immer wieder behauptet und existiert bis heute.

Der Film berichtet von einem mehrwöchigen Besuch im Frühjahr 1976, als die Existenz Christianias weit weniger gesichert war als heute.

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Dokumentarfilm + 1976 + 25 Minuten + 16mm + Schwarzweiß + Magnetton
Regie, Kamera, Ton, Montage und Produktion: Klaus Stanjek, Roland Oettl, Burkhard Lorenz

 

   
 
 

© Klaus Stanjek 2017